Cross Skating

Was ist das?

Das Cross Skating – nach der bekanntesten Marke manchmal auch als “Skiken” bezeichnet – bietet eine besonders gute Umsetzung des Bewegungsablaufs bei der nordischen Diagonaltechnik. Der Bewegungsablauf sieht aus wie Biathlon auf Rollen (ohne Gewehr :-). Eigentlich wird diese junge Sportart schon seit Jahren von Skilangläufern als Sommertraining ausgeübt. Aber erst, seit die Roller mit 15cm durchmessenden Hochdruckreifen ausgerüstet werden, dabei über ein sehr effektives Bremssystem verfügen und es keine Schande mehr ist, mit Helm, Ellenbogen- und Knieschützern unterwegs zu sein, wird das “Cross Skating” auch von Freizeitsportlern gerne angenommen. Dabei kann man sich mit ein bisschen Übung auch im leichten Gelände bewegen und ist nicht nur auf asphaltierte Wege angewiesen.

Menschen, die zum ersten Mal einen Skater sehen, sprechen von “Inlinern mit Stöcken” und sind meist sehr interessiert, über diese Sportart mehr zu erfahren. Ganz vereinfacht läßt sich sagen, dass man beim Fahren den ganzen Körper trainiert, insbesondere auch den Oberkörper, die Schulter- und Armmuskulatur und nicht nur – wie beim Joggen, Fahrradfahren und Inlinern – übermäßig die Beine. Gleichgewichtssinn, Reaktionsvermögen und Geschicklichkeit werden geschult. Ganz nebenbei erhält der Skater bei dieser Ausdauer-Sportart ein hervorragendes Herz- und Kreislauftraining.

Gegenüber Fahren mit Inlinern ist das Cross Skating eher darauf ausgerichtet, Strecken zurückzulegen und Ausdauer zu trainieren. Es fehlt die spielerische Eleganz der Inliner – kein Wunder, wiegt jeder Skate doch bis zu 1,5kg. Sprünge und Dreher findet man daher höchstens im Repertoire der sehr guten Fahrer. Dafür wird man aber auch belohnt. Gegenüber dem Inlinerfahren ist das Skating sehr viel sicherer – die Stöcke helfen da auch schon mal mit das Gleichgewicht zu halten – man stürzt viel seltener, auch dank der hervorragenden Bremsen. Durch die gleitende Fortbewegung werden besonders die Kniegelenke geschont und es fällt nicht schwer, bei 2-3 Ausfahrten die Woche über das Jahr sehr fit zu werden. Man bemerkt schon nach ein paar Touren, dass wirklich der ganze Körper trainiert wird – Schultern und Arme melden sich schon mal mit Muskelkater.

Cross Skaten lernen

Wir werden öfter gefragt, wie man das Cross Skaten (“Skiken”) am einfachsten erlernt. Die gute Nachricht vorweg: man kann eigentlich sofort losfahren, weil der Bewegungsablauf sehr natürlich ist. Wenn man dann noch in der Vergangenheit Inliner oder Rollschuh gefahren ist oder mit den nordischen Skisportarten zu tun hatte, wird einem der Einstieg bestimmt nicht schwerfallen.

Trotzdem empfiehlt tapir einen Einsteigerkurs. Warum? Der Einsteigerkurs bietet jedem eine leichte Gelegenheit, zu überprüfen, ob einem die neue Sportart liegt und vor allen Dingen, ob sie auch Spaß macht – und das, ohne gleich teure Ausrüstung kaufen zu müssen. Für ein paar Euro kann man sich das Material bei der Skike-Schule ausleihen und sich in einer kleinen Gruppe in die Grundtechniken einweisen lassen. Nach ein bis zwei Stunden Schnupperkurs ist jedem ganz klar, ob es sich für ihn individuell lohnt, ein Paar Skates und Stöcke zu erwerben.

tapir arbeitet seit 2 Jahren mit der Skikeschule Gießen/Buseck direkt zusammen. Einige tapir-Mitarbeiter haben bereits an Kursen teilgenommen und laufen inzwischen gut und sicher. Wir empfehlen die Skikeschule sehr gerne an Sie weiter. Für den Marburger Einsteiger ist es besonders angenehm, dass einige Kurse direkt am Niederweimarer Seepark starten und damit eine weite Anfahrt entfällt