Schurwollkleidung mit Herz & Seele…

Pommernschaf, Fackelschaf, Coburger Fuchs – Schafe sind faszinierende Geschöpfe. Sie geben Fleisch, Milch und Wolle, pflegen die Landschaft und stehen im harmonischen Gleichgewicht mit ihrer Umwelt und der Herde.

Im Neoliberalismus unserer Tage haben diese subtilen Muster des Lebens kaum einen Platz. Sie müssen der Normierung, und damit den Folgen wie Massentierhaltung und dem Einsatz petrochemischer Pestizide, weichen.

Deshalb geht Nordwolle einen anderen Weg. Sie wollen nicht die blinde Konsumgier befriedigen sondern einen wertbezogenen sozialen Austausch fördern. Nordwolle sucht den direkten Kontakt zu lokalen Schafhirten. Sie begleiten die Herden von der Lammung bis zur Schur und sammeln so wichtige Erfahrung im Umgang mit der wertvollen Wolle.

So kann eine Alternative zur gegenwärtigen Textilindustrie aussehen. Die wichtigsten Faktoren auf dem Weg zu diesem Ziel sind die lokale Wertschöpfung und eine nachhaltige Orientierung. Daher sind die innerdeutsche Produktion und die Langlebigkeit der gefertigten Güter Säulen des Konzeptes von Nordwolle.

Im September 2013 wurde das Start-Up “Nordwolle-Rügen” gegründet. Die Firma, bestehend aus 3 Studenten der TU Berlin, verarbeiten die Schurwolle von bedrohten Landschafrassen, zu hochwertigen Textilien. Eine dieser Rassen ist das Grauwollige Pommersche Landschaf.

Das Pommernschaf ist eine bedrohte Nutztierrasse, deren Wolle in der Vergangenheit vernichtet wurde, weil diese einen Silbergräulichen Schimmer aufweist, und daher nur bedingt gefärbt werden kann. Nordwolle findet, dass die natürliche Farbenvielfalt durch die verschiedenen Landschafrassen gegeben sein sollte und färbt daher nicht. Außerdem meinen die drei Gründer, dass es nur bedingt Sinn macht, Wolle teuer aus Neuseeland zu importieren und Deutsche Rohstoffe, die sich ebensogut zur Textilherstellung eignen, zu vernichten. “Nordwolle-Rügen” möchte damit einen Beitrag leisten, die uralten Landschafrassen, die teilweise ganzjährig auf der Weide gehalten werden, und ohne Südamerikanisches Kraftfutter auskommen, zu erhalten, und der Monokultivierung der deutschen Nutztierrassenlandschaft die Stirn zu bieten.

Nordwolle-Rügen fertigt Bekleidung aus extrem haltbarem, doppelt gerautem Walkloden angeboten. Alle Textilien werden 100% in Deutschland hergestellt, einschließlich dem Waschen der Schurwolle, Spinnen, Weben, und dem Walken. Genäht wird in Berlin in der Kooperationswerkstatt “7 auf einen Streich”. Die Textilien sind gefüttert mit Baumwolle nach Öko Tex Standard. Die Farbe der Fütterung und die Farbe der Säume und Nähte, kann aus 20 Farben gewählt werden.

Ab Februar 2015 haben wir bei tapir Pullover und Jacken von Nordwolle im Programm. Besuchen Sie uns zum Probekuscheln!